Die Shoa aus Tätersicht. "Letzte Haut" von Volker Altwasser
Hallo,
ich studiere an der Uni Rostock Geschichte und PW und natürlich lese ich auch historische Romane.
Durch einen Newsletter des Fritz-Bauer-Institutes wurde ich auf den Roman von Altwasser aufmerksam. Ich fand es schon bemerkenswert, dass ein so renommiertes historisches Institut einen Roman bespricht.
Inhalt:
Ein "SS-Richter" ermittelt mitten im Holocaust (1943/44) in Konzentrationslagern wegen Mordes und Korruption gegen KZ-Kommandanten und anderen "SS-Schergen". Tatsächlich wurden auch KZ-Kommandanten und ihre Helfershelfer verurteilt und noch vor Kriegsende hingerichtet. Der Roman fokusiert sich im wesentlichen auf das KZ Buchenwald und dessen Kommandanten Karl Koch. Der "SS-Richter" als historische Person war Dr. Konrad Morgen.
Altwasser packt den historischen, offenbar gut recherchierten Stoff in die Form eines historischen Krimis. Ohne erhobenen Zeigefinger erzählt er packend und spannend. Wie in der historischen Realität wird der Protagonist, Dr. Schmelz, selbst schuldig. Wie das historische Vorbild, Dr. Konrad Morgen, beweist auch der negative Held des Romanes, Dr. Schmelz, Mord mit Mord, indem er sowjetische Kriegsgefangene ermorden lässt, um seine juristische Beweisführung zu bestätigen.
Sandro
P.S.: Nachfolgend zwei Links (Fritz-Bauer-Institut und VVN-BdA)
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