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| Mueßer Holz Dies ist das Bürgerforum des Stadtteils Mueßer Holz in Schwerin. |
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Ich habe den größten Teil meiner Kindheit hier verbracht - auf dem Großen Dreesch - Teil 3.
Vor Kurzem bin ich mal wieder durch dieses Revier gestreift und nicht mal unser alter Wohnblock in der Justus-von-Liebig-Strasse steht mehr ... Es war zwar nie wirklich gemütlich, hier hinten auf dem Dreesch, aber in meiner Erinnerung zumindest mit Leben erfüllt, aus den Fenstern klangen Stimmen und Musik, es roch nach Essen, auf den Balkons zwitscherten Vögel in ihren Käfigen, vor den Häusern spielten Kinder ... Inzwischen wirkt die Gegend wie ein Friedhof, es ist so still geworden und irgendwie kalt, wenn man Sprachfetzen vernimmt, dann russisch ... Die verschwundenen Häuser machen die Sache nur noch schlimmer, das Gebiet um die Eulerstrasse erinnert mich an ein verlassenens Schlachtfeld ... Man will eigentlich nur noch weg und dennoch ist es schade drum. Das Gebiet um die Talliner Strasse zeigt doch, dass man auch solche Ecken wieder mit Leben füllen kann. Weniger ist zwar in solchen Fällen mehr, aber es scheint doch zu funktionieren! Aber geht das wirklich überall? Und hätte man nicht schon vor 15 Jahren in dieser Richtung verändern sollen? Meint ihr, das Mueßer Holz hat noch eine Chance ... ? |
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Das Problem ist der enorme Wegzug nach der Wende von ca 130 000 EW sind nur noch ca 95 000 übrig geblieben. Dadurch sind enorm viel Wohnungen Frei geworden. Diese müssen abgerissen werden, da sie ansonsten das Stadtbild durch Vandalismus noch schlechter machen.
Ein Rückbau mit Sanierung wie in der Talliner Straße ist zwar Optimal kostet zum einen aber ein vielfaches, dauert sehr lange und reduziert den Leerstand nicht ausreichend. Meiner Meinung nach wäre es besser gewesen, anstatt der Ausdünnung der Blöcke gezielt von Consrade aus soweit alles abzureißen bis genügend freie Wohnungen verschwunden sind und die so frei werdenden Fläche zu renaturieren. So wie der Stadtteil zur Zeit ist will da kaum jemand hinziehen, wenn er nicht unbedingt muss. So einsteht hier leider ein quasi Ausländer Stadtteil. Verschlimmert wird der Zustand auch dadurch, das es am Ende des Dreesch 3 kaum noch Einkaufsmöglichkeiten gibt. Man muss vor bis zur Haltestelle Kepplerstraße |
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Au Mann - deine Erinnerungen haben diesen Hauch von Heimweh und Pilcher, der einen vergessen machen könnte, dass man den Dreesch verschämt in Mueßer Holz und Neu Zippendorf umbenannt hat.
...vom Leben erfüllt, aus den Fenstern klangen Stimmen und Musik, es roch nach Essen usw. Dazu jetzt noch Udo Jürgens mit "Griiiechischer Wein...." und die Augen werden feucht. |
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Nun, wir wissen sicher alle, dass sich in der Erinnerung so einiges verklärt ...
Ich habe einfach versucht, den Unterschied plastisch und vorstellbar zu beschreiben. Vielleicht ist es auch wirklich ein bisschen Heimweh ... Dennoch habe ich mich als Kind und Jugendlicher hier nie unwohl gefühlt. Mit dem Fahrrad warst du schnell in Mueß am See, mit der Strassenbahn zu jeder Tag- und Nachtzeit in 20 Minuten in der City. Und der Wald hinter der Ziolokowski-Strasse blieb immer spannend mit dem dort gerüchteweise wandelnden Kindermörder ... Die Idee, das Gebiet von "hinten her abzuräumen" wäre wahrscheinlich gar nicht so schlecht gewesen. Und dann als Einfamiliensiedlung wieder neu entstehen lassen, Tramanschluß inclusive. So hätte man bestimmt auch einige Einwohner mehr in der Stadt halten können ... Aber die Chance hat man wohl nicht genutzt! |
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Ich habe auch einige Jahre im Mueßer Holz gewohnt und für mich war es eine ganz normale Wohngegend.
Ich finde aber, heute wird diesem Stadtteil überhaupt keine Chance mehr gegeben. Sicher hat man in Schwerin nur wenig Geld, aber es wird alles in Vorzeigesanierungen im Großen Dreesch gesteckt und im Mueßer Holz passiert gar nichts mehr. Statt ein gesundes Wohnumfeld zu schaffen und damit auch diese Gegend für JEDEN lebenswert zu gestalten, lässt man alles verkommen, die Mieten sind auf auf dem gleichen kläglichen Niveau wie die Wohnungen und es erfolgt durch die Stadt eine meiner Meinung nach bewusste Konzentration des klischeebedienenden Klientels. Man schaufelt alle entsprechenden Probleme in diesen Stadtteil. Bei 'gleichmäßiger' Verteilung der Problemfälle würden diese viel weniger auffallen, aber so konzentriert sich alles hier, alle zeigen mit dem Finger dorthin, der Ruf ist ruiniert aber die Kosten für soziales Wohnen möglichst niedrig. Statt sich die Probleme vom Hals zu schaffen, potenzieren sich diese hier. Und ich denke, das ist unabhängig der Nationalität. Selten bin ich noch kurz im Mueßer Holz, aber es tut mir ehrlich leid um diese Gegend. Aus der Lage im Wald, mit Fernsehturm in der Nähe und Badesee nicht schwer zu erreichen, hätte man viel viel mehr machen können! |
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So aus der Ferne betrachtet, erscheint es, als würde es hier absolut an Ideen fehlen.
Sei es drum, wenn das Klientel es so her gibt, warum baut man nicht um und erschafft hieraus eine "Altenstadt"; mit entsprechender Infastruktur schafft man sogar noch ein paar Arbeitsplätze. Sei es das Cafe, der Frisör, ein Physiotherapiezentrum mit angeschlossenem Schwimmbad, ein Fitnessbereich etc. Der Waldgürtel mit ein paar angelegten Wegen aufgewertet, Parklandschaften ... Ich kann mir vorstellen, dass sich hierfür auch über die Stadtgrenzen hinaus werben ließe ... Personalwohnungen im Umfeld, den Kindergarten könte man später integrieren, es gibt so tolle Konzepte, von alt und jung unter einem Dach, aber dies wäre ja schon die nächste Idee... |
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Ich glaube das sich das von dir beschrieben Szenario zwar sehr gut anhört aber sich nicht rentieren würde. Zum einen haben wir so einen Park schon in Zippendorf aus dem alten FDGB Ferienheim Fritz Reuter.
Das andere Problem ist die jetzigen Bewohner um zu siedeln. Viele die da Wohnen wohnen dort gerne man ist hier unter seinen Landsmännern. Eine Umsiedlung würden diesen Zusammenhalt Auseinandersetzen was zwangsläufig zu Missmut führen wird. Andersherum will kein Arbeiter der es sich Leisten kann dort wohnen. Ein Teufelskreis. |
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Ja sicher, das ehemalige FDGB-Heim wäre schon so eine Art Konkurenz, andererseits denke ich, dass gerade dieser Markt in der Zukunft noch 'ne Menge hergibt. Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass gerade Städte wie Schwerin (wenig Industrie, viel Wald und Wasser) insbesondere in diesem Bereich gute Entwicklungsmöglichkeiten haben, gerade wenn man die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur anschaut.
Ich würde mir sowas eher kleinteiliger vorstellen, als die Klötze in Zippendorf. Ähnlicher Rückbau, wie in der Talliner, vielleicht mit einigen Neu- und Anbauten ergänzt. Ich habe mal vor Jahren ein ähnliches "Rentner-Dorf" in der Nähe von Kassel besichtigt ... Gibt es nicht noch dahinten das Kloster am Wald? Vielleicht eine ganz neue Perspektive für die Nonnen ... ! Und die jetzigen Bewohner müsste man halt integrieren, viele sind ja auch nicht mehr so jung, und warum nicht so eine Art "russisches Haus" in diesem Komplex ... So, wer liest das jetzt und spendiert das Geld ... ?
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Wenn du das dörflicher auslegst bekommst du bei der späteren Intensiv Pflege wegen der langen Wege Probleme. Das Dorf wäre dann nur für Rentner die sich noch zum Großteil selbst versorgen können.
Ein Kloster wüsste ich nicht, es gibt nur eine Kirche da hinten. Das sich die ausländischen Mitbürger so leicht integrieren lassen wie du dir das vorstellst wage ich zu bezweifeln. Aber das ist auch ein anderes Thema. |
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Hallo zusammen,
meine Großeltern sind dort noch aufgewachsen. Ist echt erstaunlich, wie sich die Gegend in den letzten Jahren entwickelt hat. Also da müsste echt viel gemacht werden, um die Gegend wieder auf Vordermann zu bringen. |
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